Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Sternenkinder
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»Hebamme im Dienst – auf dem Weg zu Mutter und Kind«. Mit diesem Schild unter der Windschutzscheibe ist meine Frau jeden Tag unterwegs. Dabei muss sie auch miterleben, wie aus einer hoffnungsvollen Zeit des Wartens tiefe Trauer wird. Denn etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehl- oder Totgeburt. Ein Trauma für die Eltern. Vielleicht ist das Kinderzimmer schon eingerichtet oder man hat sich schon lange auf einen Namen geeinigt. Doch plötzlich das schreckliche Ende. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern von ihrer Umgebung gesagt bekommen: »Wir nehmen eure Trauer ernst und fühlen mit euch. Es ist ein schwerer Verlust, den ihr gerade ertragen müsst.«
Viele Eltern sprechen ungern von einer Fehlgeburt. Daher hat sich dafür der Begriff »Sternenkind« etabliert. Ebenso wie für spätere Totgeburten. Hinter dem Begriff steckt die Hoffnung, dass die Kinder wie Sterne zurück in den Himmel gegangen sind.
An diese Sternenkinder soll auch heute erinnert werden. Voraussetzung dafür ist, dass es sich beim Fötus nicht um einen bloßen Zellklumpen handelt, sondern um einen richtigen Menschen. Diese Einschätzung deckt sich auch mit der biblischen Sichtweise. Demnach beginnt das menschliche Leben nicht erst mit der Empfängnis, also der Verschmelzung von Samen und Eizelle, sondern vorher – nämlich in den Gedanken Gottes. Jeder Mensch ist eine gute Idee Gottes, und das Leben kommt aus seiner Hand. Von einer Totgeburt betroffene Eltern schrieben einmal: »Unser kleines Baby ist uns zum Vater im Himmel vorausgegangen.« In diesem Satz liegen Trauer und Trost dicht beieinander. Da ist der wunderbare Trost, dass die Nähe Gottes der beste Platz ist, den ein Mensch haben kann. Und das gilt auch schon vor dem Tod.
Herbert LaupichlerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Willkommen bei Leben ist mehr, Ihrem täglichen Begleiter, präsentiert von den Verlagen CfV Bielefeld und CV Dillenburg. Schöpfen Sie Mut und entdecken Sie das echte Leben in Jesus Christus.
SPEAKER_00Donnerstag, 15. Oktober. Tag der Sternenkinder. Du saßt mich schon, als ich ein einziger Knäuel in meiner winzig kleinen Zelle war, und bevor mein erster Tag begann, stand mein Leben längst in deinem Buch. Psalm 139, Vers 16. Sternenkinder. Heb Amme im Dienst auf dem Weg zu Mutter und Kind. Mit diesem Schild unter der Windschutzscheibe ist meine Frau jeden Tag unterwegs. Dabei muss sie auch miterleben, wie aus einer hoffnungsvollen Zeit des Wartens tiefe Trauer wird. Denn etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehl- oder Totgeburt. Ein Trauma für die Eltern. Vielleicht ist das Kinderzimmer schon eingerichtet oder man hat sich schon lange auf einen Namen geeinigt. Doch plötzlich das schreckliche Ende. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern von ihrer Umgebung gesagt bekommen: Wir nehmen eure Trauer ernst und fühlen mit euch. Es ist ein schwerer Verlust, den ihr gerade ertragen müsst. Viele Eltern sprechen ungern von einer Fehlgeburt, daher hat sich dafür der Begriff Sternenkind etabliert, ebenso wie für spätere Totgeburten. Hinter dem Begriff steckt die Hoffnung, dass die Kinder wie Sterne zurück in den Himmel gegangen sind. An diese Sternenkinder soll auch heute erinnert werden. Voraussetzung dafür ist, dass es sich beim Fetus nicht um einen bloßen Zellklumpen handelt, sondern um einen richtigen Menschen. Diese Einschätzung deckt sich auch mit der biblischen Sichtweise. Demnach beginnt das menschliche Leben nicht erst mit der Empfängnis, also der Verschmelzung von Samen und Eizelle, sondern vorher, nämlich in den Gedanken Gottes. Jeder Mensch ist eine gute Idee Gottes, und das Leben kommt aus seiner Hand. Von einer Totgeburt betroffene Eltern schrieben einmal: Unser kleines Baby ist uns zum Vater im Himmel vorausgegangen. In diesem Satz liegen Trauer und Trost dicht beieinander. Da ist der wunderbare Trost, dass die Nähe Gottes der beste Platz ist, den ein Mensch haben kann. Und das gilt auch schon vor dem Tod. Die Frage zum Nachdenken. Wann beginnt das Leben und woher stammt es? Der Tipp fürs Leben. Suchen Sie Trost in der Nähe Gottes. Die tägliche Bibellese. 2. Könige 4, Verse 8 bis 37. Und es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Schunem hinüber. Dort war eine wohlhabende Frau, die nötigte ihn, bei ihr zu essen. Und es geschah, so oft er durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen. Und sie sagte zu ihrem Mann: Sieh doch, ich habe erkannt, dass es ein heiliger Mann Gottes ist, der regelmäßig hier bei uns hindurchzieht. Lass uns doch ein kleines, gemauertes Obergemach machen. Dort wollen wir ihm dann Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hinstellen. Und es soll geschehen, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren. Und es geschah eines Tages, als er wieder dahin kam, kehrte er in das Obergemach ein und schlief dort. Und er sagte zu seinem Diener Gehasi Ruf die Schune Mieterin. Und er rief sie, und sie trat vor ihn hin. Und er sagte zu ihm, sage doch zu ihr, siehe, du hast dir unseretwegen all diese Mühe gemacht. Was kann man für dich tun? Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Herobersten? Sie aber sagte, Ich wohne mitten in meinem Volk. Und er sagte, Was kann man denn dann für sie tun? Da sagte Gehasi Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. Und er sagte, Ruf sie. Und er rief sie, und sie trat in die Tür. Und er sprach Um diese Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn umarmen. Da sagte sie Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht. Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn zu ebendies übers Ja, wie Elisa zu ihr geredet hatte. Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es zu seinem Vater hinaus zu den Schnittern. Und es sagte zu seinem Vater Mein Kopf, mein Kopf, er sagte zu dem Knecht Trag ihn zu seiner Mutter. Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, dann starb er. Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus. Und sie rief ihren Mann und sagte Schicke mir doch einen von den Knechten und eine von den Eselinnen, und ich will zu dem Mann Gottes eilen und bald zurückkommen. Er sagte: Warum willst du gerade heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat. Sie sagte Friede mit dir. Und sie sattelte die Eselin und sagte zu ihrem Diener: Treib nur immerfort an, halte mich nicht beim Reiten auf, es sei denn, dass ich es dir sage. So zogen sie hin und kamen zu dem Mann Gottes auf dem Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von Ferne sah, sagte er zu seinem Diener Gehasi, Siehe da, die schune Mieterin. Nun lauf ihr doch entgegen und sage zu ihr Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sagte, Gut. Und sie kam zu dem Mann Gottes auf den Berg und umfasste seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen, aber der Mann Gottes sagte, Laß sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der Herr hat es mir verborgen und es mir nicht kundgetan. Und sie sagte: Habe ich nicht einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt, täusche mich nicht? Da sagte er zu Gehasi Gürte deine Hüften und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin. Wenn du jemandem begegnest, grüße ihn nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht. Und lege meinen Stab auf das Gesicht des Jungen. Die Mutter des Jungen aber sagte, so war der Herr lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse. Da machte er sich auf und ging ihr nach. Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Jungen gelegt, aber da war kein Laut und kein Aufhorchen. Und er kehrte um ihm entgegen und berichtete ihm und sagte: Der Junge ist nicht aufgewacht. Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Junge tot, auf sein Bett hingelegt. Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem Herrn. Und er stieg auf das Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf dessen Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und beugte sich so über ihn. Da wurde der Leib des Kindes warm. Dann ging er wieder im Haus einmal hierhin, einmal dorthin und stieg wieder hinauf und beugte sich über ihn. Dann nieste der Junge siebenmal, und der Junge schlug seine Augen auf. Und er rief Gehasi und sagte: Ruf diese schuhem Mieterin. Er rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sagte: Nimm deinen Sohn. Da kam sie und fiel ihm zu Füßen und warf sich zur Erde nieder, und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.