Leben ist mehr

Nein, meine Söhne gebʼ ich nicht

Season 2026 Episode 264

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 5:00

Der bekannte deutsche Liedermacher Reinhard Mey komponierte 1986 dieses pazifistische Antikriegslied. Darin thematisiert er Kriegsdienstverweigerung und Kriegsflucht aus Sicht des Vaters, der seine Söhne nicht als Kanonenfutter geben will. »Keine Ziele und keine Ehre, keine Pflicht / sind’s wert, dafür zu töten und zu sterben«, singt Mey. »Ich lieb die beiden, das will ich euch sagen, / mehr als mein Leben, als mein Augenlicht.«

Würden Sie Ihren Sohn ziehen lassen, wenn Sie wüssten, dass Wunden, Hass und Tod ihm entgegenschlagen? Reinhard Mey nicht. Sie und ich wohl auch nicht. Doch genau das tat der Vater im Himmel mit seinem einzigen Sohn, den er so sehr liebte: Gott sandte seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde. Auf eine Erde, die er selbst gemacht hat, die jedoch von seinen Bewohnern mit Krieg und Hass überzogen wurde. Gottes Sohn erwarteten Hass, Ablehnung und zuletzt ein brutaler Tod am Kreuz. War es nicht lieblos von Gott, seinem Sohn dies anzutun?

Im Gegenteil, es ist Gottes Liebe zu Ihnen, die ihn bewegte, seinen einzigen Sohn zu geben, damit Sie und ich ewiges Leben haben dürfen. Es ist der größte Liebesbeweis, den jemand erbringen kann. Gott wusste, dass es keinen anderen Weg gibt. Sonst hätte er einen anderen benutzt. Es ist Gottes Liebe, die Jesus Christus in den Krieg dieser Welt schickt. Dabei gibt es noch einen gewichtigen Unterschied: Jesus ist in diesem Krieg nicht Täter geworden, wie es für Soldaten gilt. Vielmehr gab er sich selbst als freiwilliges Opfer. Er ließ sich verspotten und töten, damit wir leben können.

Gottes Liebe ermöglicht Frieden in unseren friedlosen Herzen. Während Reinhard Mey singt: »Meine Söhne gebʼ ich nicht«, gab Gott seinen einzigartigen Sohn.

Christian Grimm

Diese und viele weitere Andachten online lesen

Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de