Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Fenster ins frühe Christentum (14)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Die Verteidigung des Glaubens. In einem ordentlichen Rechtsstaat wie der Bundesrepublik darf man sich vor Gericht verteidigen. Dazu wird sogar ein Anwalt bereitgestellt oder kann selbst gewählt werden. Dieser sorgt ggf. dafür, dass man zu seinem Recht kommt und nicht zu Unrecht verurteilt wird. In einer Strafsache kann das den Ausschlag geben; aber auch im Rechtsstreit um ein Erbe, um Besitz oder Schadensersatz ist das von Belang.
Der Apostel Paulus wurde mehrfach wegen seines Glaubens angeklagt. Dieser konnte von manchen seiner Gegner offenbar nicht geduldet werden und war ihnen ein großes Ärgernis. Sowohl unter den Juden als auch den Heiden hatte Paulus Jesus Christus als den von Gott gesandten Messias bzw. Retter verkündigt. Das war vor allem den Juden ein Ärgernis, denn sie hatten kaum 20 Jahre zuvor genau diesen Jesus abgelehnt, verurteilt und den Römern zur Kreuzigung überliefert. Der nun sollte ihr Retter und Herr sein? Das war ihnen unerträglich. Deshalb bekämpften sie Paulus bis aufs Äußerste.
Und doch gibt es gute Gründe dafür, dass Jesus für uns alle der Retter ist, wie Paulus das in seinen Reden und Briefen während seines Lebens im Einsatz für das Evangelium ausführlich und nachvollziehbar dargelegt hat. Und vor allem: Er konnte es den Juden aus ihren eigenen heiligen Schriften nachweisen! Und so schätzte er sich tatsächlich glücklich, vor Gericht erscheinen zu müssen, um sich zu verteidigen. Denn das gab ihm die Gelegenheit, erneut von seinem Retter zu zeugen und seinen Zuhörern den Glauben an ihn zu erklären und ans Herz zu legen. So hoffte er, selbst Könige und Herrscher davon überzeugen zu können, dass Jesus Christus lebt und für alle Menschen der Weg zu Gott, zum ewigen Leben ist.
Joachim PletschDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Willkommen bei Leben ist mehr, Ihrem täglichen Begleiter, präsentiert von den Verlagen CLV Bielefeld und CV Dillenburg. Schöpfen Sie Mut und entdecken Sie das echte Leben in Jesus Christus.
SPEAKER_01Donnerstag, 17. September. Ich schätze mich glücklich, König Agrippa, dass ich mich über alles, dessen ich von den Juden angeklagt werde, heute vor dir verteidigen soll. Apostelgeschichte 26, Vers 2. Fenster ins frühe Christentum. 14: Die Verteidigung des Glaubens. In einem ordentlichen Rechtsstaat wie der Bundesrepublik darf man sich vor Gericht verteidigen. Dazu wird sogar ein Anwalt bereitgestellt oder kann selbst gewählt werden. Dieser sorgt gegebenenfalls dafür, dass man zu seinem Recht kommt und nicht zu Unrecht verurteilt wird. In einer Strafsache kann das den Ausschlag geben. Aber auch im Rechtsstreit um ein Erbe, um Besitz oder Schadensersatz ist das von Belang. Der Apostel Paulus wurde mehrfach wegen seines Glaubens angeklagt. Dieser konnte von manchen seiner Gegner offenbar nicht geduldet werden und war ihnen ein großes Ärgernis. Sowohl unter den Juden als auch den Heiden hatte Paulus Jesus Christus als den von Gott gesandten Messias bzw. Retter verkündigt. Das war vor allem den Juden ein Ärgernis, denn sie hatten kaum zwanzig Jahre zuvor genau diesen Jesus abgelehnt, verurteilt und den Römern zur Kreuzigung überliefert. Der nun sollte ihr Retter und Herr sein. Das war ihnen unerträglich. Deshalb bekämpften sie Paulus bis aufs Äußerste. Und doch gibt es gute Gründe dafür, dass Jesus für uns alle der Retter ist, wie Paulus das in seinen Reden und Briefen während seines Lebens im Einsatz für das Evangelium ausführlich und nachvollziehbar dargelegt hat. Und vor allem, er konnte es den Juden aus ihren eigenen heiligen Schriften nachweisen. Und so schätzte er sich tatsächlich glücklich, vor Gericht erscheinen zu müssen, um sich zu verteidigen. Denn das gab ihm die Gelegenheit, erneut von seinem Retter zu zeugen und seinen Zuhörern den Glauben an ihn zu erklären und ans Herz zu legen. So hoffte er, selbst Könige und Herrscher davon überzeugen zu können, dass Jesus Christus lebt und für alle Menschen der Weg zu Gott, zum ewigen Leben ist. Die Frage zum Nachdenken. Zu welchem Urteil kommen Sie angesichts der überwältigenden Beweise für die Wahrheit dessen, was Christen glauben? Der Tipp fürs Leben? Wenn es gute Gründe für etwas gibt, dann sollte man es ernsthaft erwägen, sich darauf einzulassen. Die tägliche Bibel lese. Apostelgeschichte 26. Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich selbst zu reden. Da streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich. Ich schätze mich glücklich, König Agrippa, dass ich mich über alles, dessen ich von den Juden angeklagt werde, heute vor dir verteidigen soll. Besonders weil du ein hervorragender Kenner bist von allen Gebräuchen und Streitfragen, die unter den Juden sind. Darum bitte ich dich, mich langmütig anzuhören. Meinen Lebenswandel nun von Jugend auf, der von Anfang an unter meiner Nation in Jerusalem gewesen ist, wissen alle Juden. Sie kennen mich von der ersten Zeit her, wenn sie es bezeugen wollen, dass ich nach der strengsten Sekte unserer Religion als Pharisäer lebte. Und nun stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsere Väter geschehene Verheißung, zu der unser zwölfstimmiges Volk unablässig Nacht und Tag gottdienend hinzugelangen hofft. Wegen dieser Hoffnung, König, werde ich von den Juden angeklagt. Warum wird es bei euch für etwas Unglaubliches gehalten, wenn Gott Tote auferweckt? Ich meinte freilich, bei mir selbst gegen den Namen Jesu des Nazaräas viel Feindseliges tun zu müssen, was ich auch in Jerusalem getan habe. Und auch viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen, nachdem ich von den Hohen Priestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie umgebracht wurden, so gab ich meine Stimme dazu. Und in allen Synagogen zwang ich sie oftmals durch Strafen zu lästern. Und indem ich über die Maßen gegen sie wütete, verfolgte ich sie sogar bis in die ausländischen Städte. Und als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den hohen Priestern nach Damaskus reiste, sah ich mitten am Tag auf dem Weg, König, vom Himmel her ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf, welches mich und die, die mit mir reisten, umstrahlte. Als wir aber alle zur Erde niedergefallen waren, hörte ich eine Stimme in hebräischer Mundart zu mir sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen. Ich aber sprach Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach, Ich bin Jesus, den du verfolgst. Aber richte dich auf und stelle dich auf deine Füße. Denn hierzu bin ich dir erschienen, dich zu einem Diener und Zeugen dessen zu verordnen, was du gesehen hast, wie auch dessen, worin ich dir erscheinen werde. Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. Daher, König Agrippa, war ich nicht Ungehorsam der himmlischen Erscheinung, sondern verkündigte denen in Damaskus zuerst und in Jerusalem und in der ganzen Landschaft von Judäa und den Nationen, Buße zu tun und sich zu Gott zu bekehren, indem sie der Buße würdige Werke vollbrechten. Deshalb haben mich die Juden im Tempel ergriffen und versucht, mich zu ermorden. Da ich nun Beistand von Gott erlangte, stehe ich bis zu diesem Tag und bezeuge klein und groß, indem ich nichts sage außer dem, was auch die Propheten und Mose geredet haben, dass es geschehen werde, dass der Christus leiden sollte, dass er als erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den Nationen. Während er aber dies zur Verteidigung sagte, spricht Festus mit lauter Stimme Du bist von Sinnen, Paulus, die große Gelehrsamkeit bringt dich zum Wahnsinn. Paulus aber spricht: Ich bin nicht von Sinnen, Hochedler Festus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und der Besonnenheit. Denn der König weiß um diese Dinge, zu dem ich auch mit Freimütigkeit rede, denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts hiervon verborgen ist, denn nicht in einem Winkel ist dies geschehen. Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du glaubst. Agrippa aber sprach zu Paulus In kurzem überredest du mich, ein Christ zu werden. Paulus aber sprach: Ich möchte zu Gott beten, dass über kurz oder lang nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche werden wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln. Und der König stand auf, und der Statthalter und Berenike und die mit ihnen dasaßen. Und als sie sich zurückgezogen hatten, redeten sie miteinander und sagten: Dieser Mensch tut nichts, was des Todes oder der Fesseln wert wäre. Agrippe aber sprach zu Festus: Dieser Mensch hätte losgelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte.