Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Fenster ins frühe Christentum (11)
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Auf der Suche nach Wahrheit. Unter Wahrheit versteht man etwas, das einem Tatbestand oder richtigen Sachverhalt entspricht. Wahrheit hängt also nicht von der individuellen Wahrnehmung ab, und doch ist sie mit unserer Wahrnehmung und Erkenntnis verbunden. Da diese begrenzt ist, können wir Wahrheit nur stückweise erfassen. Aber sie völlig zu ignorieren, wäre tödlich. Das scheint auch den griechischen Philosophen in Athen klar gewesen zu sein, die zur Zeit des Paulus offenbar den ganzen Tag damit verbrachten, ihre Erkenntnis auf den neuesten Stand zu bringen. Also hörten sie dem, was Paulus vorbringen wollte, erst einmal bereitwillig zu. Was hatte er denn zu sagen?
Zunächst einmal hatten sie bis jetzt nie davon gehört, es war ihnen völlig fremd. Paulus sprach von einem »unbekannten Gott«, den sie allerdings auch auf der Rechnung hatten. Doch wer war dieser Gott? Laut Paulus nicht weniger als der Schöpfer und Erhalter der ganzen geschaffenen Welt und damit auch des Menschen. Dieser Gott war dem Menschen, laut Paulus, näher als gedacht; er hatte den Menschen sogar in seinem Bild geschaffen. Und seine Absicht war es, den durch Ungehorsam in Sünde gefallenen Menschen von dieser zu befreien und ihm ewiges Leben zu geben. Dazu ist jedoch die Umkehr des Menschen zu ihm notwendig – die dankbare Inanspruchnahme der Vergebung, die er durch seinen Sohn Jesus Christus möglich gemacht hatte. Und weil er diesen auch zum Weltenrichter bestimmt und einen Zeitpunkt für das Gericht über alle Menschen festgelegt hatte, war es äußerst dringlich, die kurze Spanne der eigenen Lebenszeit zu nutzen, um diesem Gott zu begegnen und seine Gnade in Anspruch zu nehmen. Das gilt bis heute für jeden Menschen, der bisher noch an Gott vorbeigelebt hat.
Joachim PletschDiese und viele weitere Andachten online lesen
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SPEAKER_01Mittwoch, 9. September. Denn du bringst etwas Fremdes vor unsere Ohren. Wir möchten nun wissen, was das sein mag. Apostelgeschichte 17, Vers 20. Fenster ins frühe Christentum 11. Auf der Suche nach Wahrheit. Unter Wahrheit versteht man etwas, das einem Tatbestand oder richtigen Sachverhalt entspricht. Wahrheit hängt also nicht von der individuellen Wahrnehmung ab, und doch ist sie mit unserer Wahrnehmung und Erkenntnis verbunden. Da diese begrenzt ist, können wir Wahrheit nur stückweise erfassen. Aber sie völlig zu ignorieren, wäre tödlich. Das scheint auch den griechischen Philosophen in Athen klar gewesen zu sein, die zur Zeit des Paulus offenbar den ganzen Tag damit verbrachten, ihre Erkenntnis auf den neuesten Stringen? Also hörten sie dem, was Paulus vorbringen wollte, erst einmal bereitwillig zu. Was hatte er denn zu sagen? Zunächst einmal hatten sie bis jetzt nie davon gehört, es war ihnen völlig fremd. Paulus sprach von einem unbekannten Gott, den sie allerdings auch auf der Rechnung hatten. Doch wer war dieser Gott? Laut Paulus nicht weniger als der Schöpfer und Erhalter der ganzen geschaffenen Welt, und damit auch des Menschen. Dieser Gott war dem Menschen, laut Paulus, näher als gedacht. Er hatte den Menschen sogar in seinem Bild geschaffen. Und seine Absicht war es, den durch ungehorsam in Sünde gefallenen Menschen von dieser zu befreien und ihm ewiges Leben zu geben. Dazu ist jedoch die Umkehr des Menschen zu ihm notwendig, die dankbare Inanspruchnahme der Vergebung, die er durch seinen Sohn Jesus Christus möglich gemacht hatte. Und weil er diesen auch zum Weltenrichter bestimmt und einen Zeitpunkt für das Gericht über alle Menschen festgelegt hatte, war es äußerst dringlich, die kurze Spanne der eigenen Lebenszeit zu nutzen, um diesem Gott zu begegnen und seiner Gnade in Anspruch zu nehmen. Das gilt bis heute für jeden Menschen, der bisher noch an Gott vorbeigelebt hat. Die Frage zum Nachdenken. Was machen Sie aus der Kenntnis dieser Wahrheit? Der Tipp fürs Leben. So fremd Sie ihnen vielleicht bisher wahr, so wichtig ist es dennoch, die richtige Konsequenz daraus zu ziehen. Die tägliche Bibellese. Apostelgeschichte 17 Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonisch, wo eine Synagoge der Juden war. Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbatten mit ihnen aus den Schriften, indem er eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und daß dieser der Christus ist, der Jesus, den ich euch verkündige. Und einige von ihnen ließen sich überzeugen und gesellten sich zu Paulus und Silas und eine große Menge von den anbetenden Griechen und nicht wenige der vornehmsten Frauen. Die Juden aber wurden eifersüchtig und nahmen einige böse Männer vom Gassenpöbel zu sich, machten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhe, und sie traten vor das Haus Jasons und suchten sie unter das Volk zu führen. Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und einige Brüder vor die Obersten der Stadt und riefen Diese, die den Erdkreis aufgewiegelt haben, sind auch hierher gekommen, die hat Jason beherbergt. Und diese alle handeln gegen die Verordnungen des Kaisers, da sie sagen, dass ein anderer König sei, Jesus. Sie beunruhigten aber die Volksmenge und die Obersten der Stadt, die dies hörten, und nachdem sie von Jason und dem übrigen Bürgschaft genommen hatten, ließen sie sie frei. Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als auch Silas nach Beröhr. Die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. Diese aber waren edler als die in Thessalonich, sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielt. Viele nun von ihnen glaubten, und von den griechischen vornehmen Frauen und Männern nicht wenige. Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, daß auch in Beröhr das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und beunruhigten und erregten die Volksmengen. Da sandten aber die Brüder sogleich den Paulus fort, dass er nach dem Meer hinging. Aber sowohl Silas als auch Timotheus blieben dort. Die aber den Paulus geleiteten brachten ihn bis nach Athen. Und als sie für Silas und Timotheus Befehl empfangen hatten, dass sie so bald wie möglich zu ihm kommen sollten, reisten sie ab. Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt, da er die Stadt voll von Götzenbildern sah. Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und mit den Anbetern auf dem Markt an jedem Tag mit denen, die gerade herbeikamen. Aber auch einige der epikoräischen und stoischen Philosophen griffen ihn an, und einige sagten: Was will wohl dieser Schwätzer sagen? Andere aber, er scheint ein verkündiger fremder Götter zu sein, weil er das Evangelium von Jesus unter Auferstehung verkündigte. Und sie ergriffen ihn, führten ihn zum Areopak und sagten: Können wir erfahren, was diese neue Lehre ist, von der du redest? Denn du bringst etwas Fremdes vor unserer Ohren. Wir möchten nun wissen, was das sein mag. Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören. Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach Männer von Athen, ich sehe, dass ihr in jeder Beziehung den Göttern sehr ergeben seid. Denn als ich umherging und eure Heiligtümer betrachtete, fand ich auch einen Altar, an dem die Aufschrift war einem unbekannten Gott. Was ihr nun, ohne es zu kennen, verehrt, das verkündige ich euch. Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, auch wird er nicht von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, wobei er festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, dass sie Gott suchen, ob sie ihn vielleicht tastend fühlen und finden, obwohl er nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben wir und bewegen uns, und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben, denn wir sind auch sein Geschlecht. Da wir nun Gottes Geschlecht sind, sollen wir nicht meinen, dass das Göttliche dem Gold und Silber oder Stein einem Gebilde der Kunst und der Erfindung des Menschen gleich sei. Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen dadurch Beweis gegeben, dass er ihn auferweckt hat aus den Toten. Als sie aber von Totenauferstehung hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen Wir wollen dich darüber auch nochmals hören. So ging Paulus aus ihrer Mitte fort. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und glaubten, unter denen auch Dionysius war, der Areopagit, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.