»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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Der Prophet Jona aus dem Alten Testament ist für mich ein ambivalenter Charakter. Er erhält einen konkreten Auftrag von Gott: »Geh nach Osten, nach Ninive!« (Jona 1,2). Doch was tut er? Er geht nach Westen, bucht eine »Kreuzfahrt« und haut ab. Gott ist jedoch nicht fertig mit ihm: Er befiehlt dem Wind, und die Naturelemente setzen sich gehorsam in Bewegung. Sie tun das, was Gott will. Sie wühlen das Meer auf und bringen das Schiff, auf dem Jona vor Gott zu fliehen gedenkt, in Seenot. Als Jona dann ins Meer geworfen wird, weil er Schuld an diesen Widrigkeiten trägt, ist der Sturm auf Gottes Wink hin auf einen Schlag gestillt. Dann ordert Gott einen großen Fisch, der Jona weisungsgemäß verschluckt und drei Tage später an einer ganz bestimmten Stelle ausspuckt – wieder auf den Befehl Gottes.
Es ist erstaunlich: Die ganze Schöpfung – belebt oder unbelebt – folgt gehorsam den Anordnungen Gottes, nur nicht der Mensch Jona. Der Mensch ist der einzige Teil der Schöpfung, der sich aktiv Gott widersetzt. Dass er damit auf lange Sicht keinen Erfolg haben wird, ist klar. Denn unsere Kraft ist klein und endlich, Gott hingegen ist allmächtig.
Was sind nun unsere Optionen? Wir sehen an Jona, wohin es führt, wenn wir uns Gott widersetzen: Es bringt unsere Mitmenschen in Gefahr und führt uns in die Katastrophe. Doch es gibt einen Ausweg, und hier ist Jona wieder Vorbild. Im Bauch des Fisches erkennt er, dass Gott es immer noch gut mit ihm meint. Gott will den widerspenstigen Jona nicht vernichten, sondern retten. Und so unterwirft sich Jona der gütigen Hand Gottes.
Wie bei Jona steckt in den Krisen, in die wir durch unseren Eigenwillen geraten, die Chance, zu Gott umzukehren und ihm zu gehorchen.
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Samstag, 29. August. Da ließ der Herr einen großen Wind aufs Meer kommen und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, das man meinte, das Schiff würde zerbrechen. Jona 1, Vers 4. Jona und die Schöpfung. Der Prophet Jona aus dem Alten Testament ist für mich ein ambivalenter Charakter. Er erhält einen konkreten Auftrag von Gott: Geh nach Osten nach Ninive. Jona 1, Vers 2. Doch was tut er? Er geht nach Westen, bucht eine Kreuzfahrt und haut ab. Gott ist jedoch nicht fertig mit ihm, er befiehlt dem Wind und die Naturelemente setzen sich gehorsam in Bewegung. Sie tun das, was Gott will. Sie wühlen das Meer auf und bringen das Schiff, auf dem Jona vor Gott zu fliehen gedenkt, in Seenot. Als Jona dann ins Meer geworfen wird, weil er Schuld an diesen Widrigkeiten trägt, ist der Sturm auf Gottes Wink hin auf einen Schlag still. Dann ordnet Gott einen großen Fisch, der Jona weisungsgemäß verschluckt und drei Tage später an einer ganz bestimmten Stelle ausspuckt, wieder auf den Befehl Gottes. Es ist erstaunlich. Die ganze Schöpfung, belebt oder unbelebt, folgt gehorsam den Anordnungen Gottes, nur nicht der Mensch Jona. Der Mensch ist der einzige Teil der Schöpfung, der sich aktiv Gott widersetzt. Dass er damit auf lange Sicht keinen Erfolg haben wird, ist klar. Denn unsere Kraft ist klein und endlich, Gott hingegen ist allmächtig. Was sind nun unsere Optionen? Wir sehen an Jona, wohin es führt, wenn wir uns Gott widersetzen. Es bringt unsere Mitmenschen in Gefahr und führt uns in die Katastrophe. Doch es gibt einen Ausweg, und hier ist Jona wieder Vorbild. Im Bauch des Fisches erkennt er, dass Gott es immer noch gut mit ihm meint. Gott will den widerspenstigen Jona nicht vernichten, sondern retten. Und so unterwirft sich Jona der gütigen Hand Gottes. Wie bei Jona steckt in den Krisen, in die wir durch unseren Eigenwillen geraten, die Chance, zu Gott umzukehren und ihm zu gehorchen. Die Frage zum Nachdenken. Sind Sie schon einmal in Seenot gewesen? Der Tipp fürs Leben. Gott redet auch und gerade in der Krise. Die tägliche Bibellese. Jona 1 und 2. Und das Wort des Herrn geschah zu Jona, dem Sohn des Amitai. Mache dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und verkündige gegen sie, denn ihre Bosheit ist vor mich aufgestiegen. Aber Jona machte sich auf, um nach Tarsis zu fliehen, weg vom Angesicht des Herrn. Und er ging nach Jafu hinab, fand ein Schiff, das nach Tarsis fuhr, gab den Fahrpreis dafür und stieg hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg vom Angesicht des Herrn. Da warf der Herr einen gewaltigen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer, so daß das Schiff zu zerbrechen drohte. Da fürchteten sich die Seeleute und schrien um Hilfe, jeder zu seinem Gott, und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um ihre schwierige Lage zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest. Da trat der Kapitän an ihn heran und sagte zu ihm: Was ist mit dir, du Schläfer? Steh auf, ruf deinen Gott an. Vielleicht wird der Gott sich auf uns besinnen, sodass wir nicht umkommen. Und sie sagten einer zum anderen, Kommt und lasst uns Lose werfen, damit wir erkennen, um wessen Willen dieses Unglück uns trifft. Und sie warfen lose, und das Los fiel auf Jonah. Da sagten sie zu ihm, Teile uns doch mit, durch wessen Schuld dieses Unglück uns trifft. Was ist dein Beruf, und woher kommst du? Was ist dein Land und von welchem Volk bist du? Und er sagte zu ihnen, Ich bin ein Hebräer, und ich fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, der das Meer und das trockene Land gemacht hat. Da fürchteten sich die Männer mit großer Furcht und sagten zu ihm Was hast du da getan? Die Männer hatten nämlich erfahren, dass er vor dem Angesicht des Herrn auf der Flucht war, denn er hatte es ihnen mitgeteilt. Und sie sagten zu ihm Was sollen wir mit dir tun, damit das Meer uns in Ruhe lässt? Denn das Meer wurde immer stürmischer. Da sagte er zu ihnen Nehmt mich und werft mich ins Meer. Dann wird das Meer euch in Ruhe lassen, denn ich habe erkannt, dass dieser große Sturm um meinetwillen über euch gekommen ist. Und die Männer ruderten mit aller Kraft, um das Schiff ans trockene Land zurückzubringen, aber sie konnten es nicht, weil das Meer immer stürmischer gegen sie anging. Da riefen sie zum Herrn und sagten: Ach, Herr, lass uns doch nicht umkommen um der Seele dieses Mannes willen, und bringen nicht unschuldiges Blut über uns. Denn du, Herr, hast getan, wie es dir gefallen hat. Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da ließ das Meer ab von seinem Wüten, und die Männer fürchteten den Herrn mit großer Furcht, und sie brachten dem Herrn Schlachtopfer dar und gelobten ihm Gelübde. Und der Herr bestellte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen, und Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches. Und Jona betete zum Herrn seinem Gott aus dem Bauch des Fisches und sprach: Ich rief aus meiner Bedrängnis zum Herrn, und er antwortete mir. Aus dem Schoß des Sheols schrie ich um Hilfe, Du hörtest meine Stimme. Und du hattest mich in die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere, und Strömung umgab mich. Alle deine Wogen und deine Wellen gingen über mich dahin. Da sprach ich: Verstoßen bin ich von deinem Angesicht hinweg, dennoch werde ich wieder hinblicken zu deinem heiligen Tempel. Wasser umfing mich bis an die Seele, die Tiefe umschloss mich, Seetang schlang sich um mein Haupt. Zu den Gründen der Berge sank ich hinab, der Erderiegel waren hinter mir auf ewig geschlossen, da führtest du mein Leben aus der Grube herauf, Herr, mein Gott. Als meine Seele in mir verschmachtete, dachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die, die nichtige Götzen verehren, verlassen ihre Gnade. Ich aber will dir Opfer bringen mit der Stimme des Lobes, was ich gelobt habe, werde ich erfüllen. Bei dem Herrn ist Rettung. Und der Herr befahl dem Fisch, und er spie Jonah auf das trockene Land aus.