Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Wie würden Sie entscheiden?
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Ein außer Kontrolle geratener Zug rast die Gleise hinunter. Weiter unten arbeiten fünf Gleisarbeiter, die durch den Zug getötet würden, wenn er nicht vorher durch eine Weiche oberhalb der Arbeiter auf ein anderes Gleis umgeleitet wird. Dort befindet sich jedoch ebenfalls ein Arbeiter. Sie selbst stehen bei der Weiche und müssen entscheiden, auf welches Gleis der Zug rollt. Würden Sie die Weiche umstellen? Würden Sie handeln und damit den einen Arbeiter aktiv töten oder nichts tun, den fünf anderen Menschen somit nicht helfen und deren Tod in Kauf nehmen? – So weit das bekannte Gedankenexperiment des »Gleisarbeiterdilemmas« der Philosophin Philippa Foot.
Gott sei Dank ist dieses Gedankenspiel fiktiv. Es zeigt, dass wir in unlösbare moralische Konflikte geraten können. Es berührt aber auch die Frage, welchen Wert wir als Menschen haben. Der Wert eines Menschen ist viel höher als die Materie, aus der er besteht, oder als sein ökonomischer Nutzen. Ist ein Kind mehr wert als ein Greis, oder ein Gesunder mehr als ein Kranker? Sind die fünf Arbeiter mehr wert als der einzelne? Nicht unsere Wertzuweisung entscheidet darüber, wer leben darf oder nicht. Es muss vielmehr alles, was in unserer Macht steht, getan werden, um jeden zu retten.
Nur in Verbindung mit einem persönlichen Gott, der den größten Wert bereithält, können wir begreifen, warum auch wir Menschen unermesslich kostbar sind. Er hat uns in seinem Bild geschaffen und uns die Herrschaft über seine Schöpfung zugewiesen. Das zeigt seine Würdigung und Wertschätzung uns gegenüber. Gott will »Gotteskinder« und nicht »Untertanen«. Dazu hat er uns seinen Sohn gesandt, damit wir mit ihm versöhnt werden und eine lebendige, persönliche Beziehung zu ihm pflegen können.
Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesen
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