Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Ist Gott ein Glücksbringer?
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Der Tagesvers gehört in den Zusammenhang einer Epoche des Volkes Israel, in der es immer wieder Kriege führen musste. Nach einer verlorenen Schlacht fragte es sich verzweifelt, wie man mit Gottes Unterstützung militärischen Erfolg sicherstellen könne. Einige kommen auf die Idee, die Bundeslade aus ihrem nationalen Heiligtum ins Lager zu holen. Sie symbolisierte die Gegenwart Gottes. Nun sollte sie »der Glücksbringer« auf dem Kampffeld sein. Doch leider verloren sie auch die folgende Schlacht. 30 000 Männer sterben. Obendrein wurde die Bundeslade von den Feinden geraubt.
Wo lag der (Denk-)Fehler? Es fehlte die wirkliche Ausrichtung des Volkes auf Gott. Sogar der höchste Priester duldete grobe Vergehungen gegen Gottes Maßstäbe in seiner Familie. Gott hatte im Vorfeld immer wieder davor gewarnt, sich von ihm abzuwenden. Deshalb war es nun ziemlich blauäugig, zu erwarten, dass durch die bloße Anwesenheit der Bundeslade Gott den militärischen Sieg schenken müsse. Außerdem hatte Gott nie angeordnet, die Bundeslade für solche Zwecke aus dem Heiligtum zu entfernen.
Was können wir aus diesem Bericht lernen, auch wenn wir in einer ganz anderen Zeit leben? Wir sollten uns davor hüten, eigenmächtige Pläne zu schmieden und zu erwarten, dass Gott Erfolg liefern muss. Vielleicht denken wir: Wenn ich regelmäßig zur Kirche gehe, dann muss Gott mir Glück schenken. Es ist nicht verkehrt, einen Gottesdienst zu besuchen. Aber deswegen haben wir Gott nicht »in der Tasche«. Gott möchte stattdessen, dass wir eine liebevolle Beziehung zu ihm pflegen – wie ein gehorsames Kind zu seinem Vater. Den Weg zu ihm hat Jesus für uns gebahnt. Wenn wir ihm unser Leben übergeben, kann uns niemand wirklich schaden, sondern wir werden in ewiger Sicherheit sein.
Stefan TaubeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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