Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Der Mann am Kreuz (3) – Spott
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Der Tod am Kreuz war so schrecklich, dass Menschen mit römischem Bürgerrecht nicht auf diese Weise getötet werden durften. Es war die Strafe für Sklaven oder besonders schlimme Verbrecher. Die Gepeinigten wurden nackt vor den Menschen zur Schau gestellt. Nicht selten mischte sich in die Abscheu vor dem Anblick des Leids auch Spott über die Hingerichteten. So finden wir es auch hier: Die Obersten, die Jesu Feinde waren, spotteten ebenso wie viele der Vorübergehenden (Matthäus 27,39). Auch die Soldaten, die die Hinrichtung umsetzten, stimmten in diesen Spott ein.
Kein Wunder also, dass Spott eine verbreitete Reaktion auf den Mann am Kreuz ist, der doch der Sohn Gottes sein sollte. In einer Ruine des antiken Roms wurde z. B. eine Ritz-Zeichnung gefunden, die einen Gekreuzigten mit einem Eselskopf zeigt. Dieses »Graffito« kann man heute noch in den Kapitolinischen Museen besichtigen. Die Abbildung sollte offenbar dem Spott über einen Mann namens Alexamenos dienen. Die zugehörige Inschrift lautet: »Alexamenos betet (seinen) Gott an.« Offenbar war Alexamenos ein Christ, der den gekreuzigten Jesus als den Sohn Gottes anbetete. Doch was sollte das für ein Gott sein, der sich in die Gewalt von Menschen begab, um gekreuzigt zu werden? Das kann doch nur Spott auslösen.
Allerdings wird man jedem Spötter des Kreuzes eines dringend vor Augen halten müssen: Da hier tatsächlich der Sohn Gottes den Tod fand, stellt man sich mit seinem Spott auf die Seite der Feinde Gottes. Der Tod Jesu erfüllte einen konkreten Zweck: die Sühnung unserer Schuld. Dazu sandte Gott seinen Sohn, aus Liebe zu uns Menschen. Welche Reaktion Gottes kann man erwarten, wenn man diese Liebe ignoriert und seinen Sohn verspottet?
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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