Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Leben ist mehr
Zuhören
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Vielen fällt es schwer, jemandem aufrichtig und geduldig zuzuhören. Ich kenne das von mir selbst – in solchen Momenten würde ich mich lieber selbst mitteilen. Zuhören ist vor allem dann anstrengend, wenn man aus dem Gesagten für sich selbst keinen Nutzen ziehen kann. Selbstdarstellung hingegen hat in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Das Reden des Gegenübers dient hier nur als Ausgangspunkt, um die Aufmerksamkeit zurück auf sich selbst zu lenken. Dadurch wird der Gesprächspartner als austauschbar eingestuft; es gibt kein ehrliches Interesse. Für oberflächliche Smalltalks funktioniert das gut, doch ein tiefgehendes Gespräch ist nur möglich, wenn man dem Gesprächspartner zuhören und sich auf das Gehörte einlassen kann. Als zuhörendes Gegenüber zeige ich Neugier, Wertschätzung und Mitgefühl. Wer zuhört, nimmt sich selbst zurück.
Der Tagesvers besagt, dass Gott ein besonderer Zuhörer ist: Er ist sehr geduldig und zeigt echtes Interesse. Wenn Christen mit Gott reden (nichts anderes ist Gebet), können sie mit allem zu ihm kommen, was sie beschäftigt: Bitten, Klagen, ja, selbst Vorwürfe hält er aus. Und er freut sich, wenn sie Dank und Fürbitte für andere vor ihn bringen. Eine weitere Besonderheit an Gott als Zuhörer ist, dass er uns Menschen in- und auswendig kennt. Er weiß um unsere Bedürfnisse und Nöte genau Bescheid und ist in der Lage, uns für unsere Situation das Beste zu geben.
Wenn wir jedoch den Eindruck haben, dass Gott überhaupt nicht reagiert, dann hängt das u. U. damit zusammen, was der Tagesvers im zweiten Teil sagt: Es gibt eine Schranke, die uns von Gott trennt – unsere Sünde. Und die muss beseitigt werden, indem wir ihm unsere Sünden bekennen, sodass er sie vergibt. Jedem, der sich Gott anvertraut, gibt er die Gewissheit, dass er ihn hört und ihm helfen wird.
Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesen
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