»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
0:00
|
7:00
Mir ist keine Familie bekannt, in der es nicht irgendwelche Konflikte gibt. Die Ursachen liegen oft lange zurück, und die Anlässe sind manchmal scheinbar harmlos: Ein falsches Wort, ein vergessener Geburtstag, ein fehlendes Danke. Häufig wiegen die Gründe aber auch schwerer: Rivalität zwischen Geschwistern, Streit um ein Erbe, usw. Jahr um Jahr werden die Gräben tiefer. Bei Familienfeiern geht man sich tunlichst aus dem Weg. Und manchmal reden die Beteiligten nie mehr ein Wort miteinander. Unversöhnlich gestimmt bleibt jeder für sich.
Auch in der Bibel werden solche Familienkonflikte beschrieben. Unter den Söhnen des Patriarchen Jakob, der von Gott Israel genannt wurde, herrschte z. B. große Eifersucht, weil ihr Vater einen von ihnen, Joseph, bevorzugte. Der Neid fraß um sich. Das ging so weit, dass Josephs Brüder eines Tages beschlossen, den unliebsamen Konkurrenten einfach umzubringen! Zwar wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Doch wurde Joseph stattdessen durch seine Brüder als Sklave verkauft. Für Josef folgten harte Jahre, u. a. im Gefängnis. Joseph hätte allen Grund gehabt, seine Brüder aus tiefstem Herzen zu hassen und auf Rache zu sinnen. Nach menschlichem Ermessen gab es in diesem Familienstreit keine Chance auf Versöhnung und Frieden.
Doch sogar in dieser dramatischen Familienchronik schenkt Gott einen Neuanfang: Die Brüder müssen sich eines Tages ihrer Verantwortung stellen, als sie Joseph wieder begegnen. Joseph übt keine Rache, obwohl er das hätte tun können. Er vergibt seinen Brüdern, die ihre Schuld anerkennen. So beginnt ein neues Kapitel, in dem die zerstrittenen Brüder den Weg wieder gemeinsam gehen können. Was damals möglich wurde, kann jeder erleben, der sich auf Einsicht, Bekennen und Vergeben einlässt!
Willkommen bei Leben ist mehr, Ihrem täglichen Begleiter, präsentiert von den Verlagen CLV Bielefeld und CV Dillenburg. Schöpfen Sie Mut und entdecken Sie das echte Leben in Jesus Christus.
SPEAKER_01
15. Mai, Tag der Familie.
unknown
1.
SPEAKER_01
Mose Kapitel 45, Vers 4. Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Familienstreit. Mir ist keine Familie bekannt, in der es nicht irgendwelche Konflikte gibt. Die Ursachen liegen oft lange zurück, und die Anlässe sind manchmal scheinbar harmlos, ein falsches Wort, ein vergessener Geburtstag, ein fehlendes Danke. Häufig wiegen die Gründe aber auch schwerer: Rivalität zwischen Geschwistern, Streit um ein Erbe und so weiter. Jahr um Jahr werden die Gräben tiefer. Bei Familienfeiern geht man sich tunlichst aus dem Weg, und manchmal reden die Beteiligten nie mehr ein Wort miteinander. Unversöhnlich, gestimmt bleibt jeder für sich. Auch in der Bibel werden solche Familienkonflikte beschrieben. Unter den Söhnen des Patriarchen Jakob, der von Gott Israel genannt wurde, herrschte zum Beispiel große Eifersucht, weil ihr Vater einen von ihnen, Josef, bevorzugte, denn Neid fraß um sich, das ging so weit, dass Josefs Brüder eines Tages beschlossen, den unliebsamen Konkurrenten einfach umzubringen. Zwar wurde dieser Plan nicht umgesetzt, doch wurde Josef stattdessen durch seine Brüder als Sklave verkauft. Für Josef folgten harte Jahre, unter anderem im Gefängnis. Josef hätte allen Grund gehabt, seine Brüder aus tiefstem Herzen zu hassen und auf Rache zu sinnen. Nach menschlichem Ermessen gab es in diesem Familienstreit keine Chance auf Versöhnung und Frieden. Doch sogar in dieser dramatischen Familienchronik schenkt Gott einen Neuanfang. Die Brüder müssen sich eines Tages ihrer Verantwortung stellen, als sie Josef wieder begegnen. Josef übt keine Rache, obwohl er das hätte tun können. Er vergibt seinen Brüdern, die ihre Schuld anerkennen. So beginnt ein neues Kapitel, in dem die zerstrittenen Brüder den Weg wieder gemeinsam gehen können. Was damals möglich war, kann jeder erleben, der sich auf Einsicht bekennen und vergeben einlässt. Frage: Kennen Sie Familienkonflikte? TIP. Verantwortung übernehmen, und vergeben ist der Schlüssel zum Neubeginn. Bibellese, 1. Mose Kapitel 45. Da konnte Josef nicht länger an sich halten vor allen, die um ihn herstanden, und rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen. Und stand kein Mensch bei ihm, als ich Josef seinen Brüdern zu erkennen gab. Und er weinte laut, dass es die Ägypter und das Haus des Pharao hörten, und sprach zu seinen Brüdern, Ich bin Josef, lebt mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. Er aber sprach zu seinen Brüdern, trete doch her zu mir, und sie traten dazu, und er sprach, Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt, und nun bekümmert euch nicht, und lasst es euch nicht leid sein, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt. Denn es sind nun zwei Jahre, dass Hungersnot im Lande ist, und sind noch fünf Jahre, dass wieder Pflügen und Ernten sein wird. Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, dass er euch übrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland. Eilt nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm, das lässt dir Josef, dein Sohn, sagen. Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten gesetzt. Komm herab zu mir, säume nicht. Du sollst im Lande Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein Kleinvieh und Großvieh und alles, was du hast. Ich will dich dort versorgen, denn es sind noch fünf Jahre Hungersnot, damit du nicht verarmst mit deinem Hause und allem, was du hast. Siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Benjamin, dass ich leibhaftig mit euch rede, verkündet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Ägypten, alles, was ihr gesehen habt. Eilt und bringt meinen Vater hierher. Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weint, und Benjamin weinte auch an seinem Halse, und er küßte alle seine Brüder und weint an ihrer Brust. Danach redeten seine Brüder mit ihm. Und als das Gerücht kam in des Pharaohaus, dass Josefs Brüder gekommen wären, gefiel es dem Pharao gut und allen seinen Knechten. Der Pharao sprach zu Josef: Sage deinen Brüdern, macht es so, beladet eure Tiere, macht euch auf in das Land Kana an. Nehmt euren Vater und aller, die euren, und kommt zu mir. Ich will euch das Beste geben in Ägyptenland, und ihr sollt das Fett des Landes essen. Und gebiete ihnen Macht es so, nehmt mit euch aus Ägypten Wagen für eure Kinder und Frauen und bringt euren Vater mit und kommt, und bekümmert euch nicht um euren Hausrat, denn das Beste des Landes Ägypten soll Euer sein. Die Söhne Israels taten so, und Josef gab ihnen Wagen nach dem Befehl des Pharao und Zehrung auf den Weg und gab ihnen allen, einem jeden, ein Feierkleid, aber Benjamin gab er dreihundert Silberstücke und fünf Feierkleider. Und seinem Vater sandte er zugleich zehn Eseln mit dem Besten aus Ägypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und mit Zehrung für seinen Vater auf den Weg. Damit entließ er seine Brüder, und sie zogen hin. Und er sprach zu ihnen Zang nicht auf dem Wege. Und so zogen sie hinauf von Ägypten und kamen ins Land Kana an zu ihrem Vater Jakob, und verkündeten ihm und sprachen: Josef lebt noch und ist Herr über ganz Ägypten. Aber sein Herz blieb kalt, denn er glaubte ihnen nicht. Da sagten sie ihm alle Worte Josefs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und als er die Wagen sah, die ihm Josef gesandt hatte, um ihn zu holen, wurde der Geist Jakobs ihres Vaters lebendig, und Israel sprach Mir ist genug, dass mein Sohn Josef noch lebt. Ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe.